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Beim Bem-Sex-Role-Inventory handelt es sich um einen Fragebogen zur Erhebung der Geschlechtsrollenidentität der
von Sandra Bem 1974 entwickelt wurde. Bem ging davon aus, dass sich der hinsichtlich einer Geschlechtsrolle typisierte
Mensch die geschlechtsspezifischen Verhaltensstandards innerlich angeeignet hat (psychologisches Geschlecht). Sie
betrachtete Maskulinität und Feminität als zwei unabhängige charakteristische Merkmale, die beide gleichermaßen zur
Beschreibung einer Person herangezogen werden können (Androgynie-Konzept).
Zur Erfassung des psychologischen Geschlechtes wird die deutsche Version des Bem Sex-Role-Inventory von Schneider-Düker
und Kohler (1988) von einigen
Gutachtern
im Rahmen von Begutachtungen bei
Anträgen auf Vornamens- und/oder Personenstandsänderung
eingesetzt.
Dieser Fragebogen enthält Fragen zur Selbstzuschreibung (Selbstkonzept) von geschlechtstypischen Eigenschaften,
wobei die zu untersuchende Person diese auf einer sieben-stufigen Skala einordnen kann:
- die Eigenschaft trifft nie zu
- die Eigenschaft trifft gewöhnlich nicht zu
- die Eigenschaft trifft manchmal aber selten zu
- die Eigenschaft trifft gelegentlich zu
- die Eigenschaft trifft oft zu
- die Eigenschaft trifft meistens zu
- die Eigenschaft trifft immer zu
Zu Bewerten sind folgende Eigenschaften, wobei die "Soziale Erwünschtheit" als geschlechtsneutral bewertet wird.
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| Maskulinität |
Femininität |
Soziale Erwünschtheit |
| hat Führungseigenschaften |
romantisch |
gesellig |
| tritt bestimmt auf |
abhängig |
nervös |
| ehrgeizig |
weichherzig |
gesund |
| respekteinflößend |
glücklich |
steif |
| kann andere kritisieren, ohne sich dabei unbehaglich zu fühlen |
bemüht sich, verletzte Gefühle zu besäftigen |
gründlich |
| verteidigt die eigene Meinung |
feinfühlig |
teilnahmslos |
| entschlossen |
sinnlich |
vertrauenswürdig |
| sachlich |
fröhlich |
überspannt |
| nicht leicht beeinflußbar |
nachgiebig |
zuverlässig |
| unerschrocken |
bescheiden |
unpraktisch |
| intelligent |
empfänglich für Schmeicheleien |
fleißig |
| hartnäckig |
empfindsam |
niedergeschlagen |
| ist bereit, etwas zu riskieren |
selbstaufopfernd |
geschickt |
| kraftvoll |
benutzt keine barschen Worte |
eingebildet |
| furchtlos |
verspielt |
gesetzestreu |
| scharfsinnig |
verführerisch |
stumpf |
| wetteifernd |
achtet auf die eigene äußere Erscheinung |
gewissenhaft |
| sicher |
leidenschaftlich |
unhöflich |
| zeigt geschäftsmäßiges Verhalten |
herzlich |
aufmerksam |
| konsequent |
liebt Sicherheit |
vergeßlich |
(Quelle: Manfred Söder - Die Strukturen der Herkunftsfamilien weiblicher Transsexueller)
Aus diesen drei Skalen besteht die Möglichkeit den Grad der Androgynität abzuleiten, wobei dieser aus der Differenz der
Summe der Wertigkeit der geschlechtsspezifischen Eigenschaften gebildet wird. Je größer diese Differenz ist, desto mehr
ist die untersuchte Person auf eine bestimmte Geschlechtsrolle festgelegt.
Wer von Euch einen Rechner mit Windows-Plattform hat, kann sich auf den Seiten von
crossdress.transgender.at
ein kleines DOS-Programm herunterladen, das Eure ungefähre Einstufung ermittelt.
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