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Bis zur Selbstdiagnose Transsexualität vergehen meist viele Jahre, in der Betroffene sich wie "am Abgrund" fühlen können.
Dieses Gefühl, der Leidensdruck, ist sehr schwer zu beschreiben, kann sich aber wie folgt äußern:
- Es ist das Gefühl mit einem Messer im Bauch herumzulaufen
- Herzschmerzen und -stechen
- Konzentrationsunfähigkeit in allen sozialen Bereichen
- Körperzittern auch in entspannten Situationen
- Schwierigkeiten bei der Interaktion mit Eurer Umwelt
Dieses sind nur Beispiele und sicherlich bei allen Betroffenen unterschiedlich. Aus diesem Grund ist es für Ärzte und auch
Psychotherapeuten meist unmöglich Transsexualität vor den Betroffenen selbst zu
diagnostizieren,
isb. wenn diese selber nicht wissen, was mit ihnen los ist (leider sind die
Ursachen der Transsexualität
ja noch nicht gefunden).
Wie komme ich darauf transsexuell zu sein, also in der falschen sozialen und geschlechtlichen Identität zu leben?
Für Eure Zukunft ist es entscheidend, dass Ihr Euch in der Orientierungs- und Informationsphase immer wieder selbst
hinterfragt. Es ist sehr, sehr schwierig, aber versucht herauszufinden, worin die Ursache Eurer Probleme mit Euch selbst
und mit Eurer Umwelt besteht. Es gibt Probleme, die Euch zur Selbstdiagnose Transsexualität führen, und es gibt die
Transsexualität als Ursache selbst, die zu Euren Problemen führt. Da der Preis des TS-Wegs sehr hoch sein kann (manchmal
mehr, als mache ertragen können), hört tief in Euch hinein.
Eure gelebte Identität besteht aus der von anderen wahrgenommenen, und der eigenen, gefühlten Identität, die beide nicht
übereinstimmen. Es mag einfach ausgedrückt sein, aber das Äußere und Innere passen nicht zusammen.
Warum passen das Äußere und Innere nicht zusammen?
- Wie stehst Du zu Deinem Geschlecht (primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale)?
- Wie stehst Du zu Deiner Sexualität (auch gleich- und gegengeschlechtliche Beziehungen)?
- Wie definierst Du die Geschlechterrollen Mann und Frau?
- Was an Deinem Verhalten ist anders als dem von Gleichgeschlechtlichen?
- Wie reagierst Du auf Anforderungen von außen, bzw. würdest Du lieber reagieren (geschlechtlicher Verhaltenszwang)?
- Was an Deinen emotionalen Reaktionen ist anders als denen von Gleichgeschlechtlichen?
- Was sind Deine gegengeschlechtlichen, geschlechtsspezifischen Bedürfnisse?
Einfach gestellte Fragen aber schwierige Antworten, die nur Ihr selbst geben könnt. Wenn Ihr andere Lebensgeschichten
lest und hört, entdeckt Ihr sicherlich Gemeinsamkeiten in den Lebensläufen. Tut Euch selber den Gefallen und macht
daran nicht Transsexualität fest.
Zwischen weiblich und männlich gibt es noch einige Zwischenstufen mehr und mit Transsexualität legt Ihr Euch auf eine
Seite fest. Es tut ungeheuer weh zu ahnen wohin man gehört, es aber nicht genau zu wissen. Aber: Lieber die Zeit der
Selbstfindung überstehen (die hoffentlich nicht zu lange dauert) und dafür einen Schritt in eine gesicherte Zukunft
gehen. Wie gesagt, es gibt noch andere Möglichkeiten und Wege.
Wenn Ihr Schwierigkeiten in Eurer Selbstfindungsphase habt, oder bereits überzeugt seid, Euch gefunden zu haben, nehmt
fachliche Hilfe in Anspruch, die
psychotherapeutische Begleitung,
für die man sich niemals schämen muss. Als Betroffene seid Ihr nicht "unnormal" und auch nicht "pervers" und ein
Psychotherapeut kann Euch helfen, einen für Euch lebbaren Weg zu finden.
Anmerkung: Dieser Text erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch. Er soll Euch aber zum Nachdenken anregen und
damit verhindern, dass Ihr mit "Scheuklappen" durch Eurer Leben geht und Euch, auch duch andere Menschen, gezwungen
fühlt, einen Weg zu beschreiten, an desses Ende Eure Probleme immer noch bestehen und Ihr immer noch nicht "stimmig" seid.
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